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Wie das Almdorf Königsleiten entstand

Schon vor über 50 Jahren wurde das Potenzial des Skigebiets in Königsleiten erkannt. Doch der heutige allseits beliebte Ferienort entstand nicht über Nacht. Einheimische erzählen uns über die Entstehung des Almdorf Königsleiten. Eine spannende Geschichte aus Tradition und Fortschritt.

Am Anfang stand die neue „Pinzgauer Höhenstraße“ = Gerlospassstraße, die im Jahr 1962 gebaut wurde. Der Sommer- und Winteranschluss des Oberpinzgaus an sein Almgebiet und die Königsleitenspitze war verkehrsmäßig damit problemlos erreicht.

Das jetzige Almdorf Königsleiten wurde „Kotalpe“ genannt. Die Kotalpe wurde im Sommer von den Almbauern Fritz Kröll (Mitterhausbauer) und Andreas Bachmeier (Steigerbauer) bewirtschaftet. Außerdem gab es dort ein Haus für Feriengäste der EGK Wiesbaden.

Ein Skilift muss her

Ebenfalls im Jahr 1962 wurde ein Entschluss in der Walder Gemeindestube gefasst, dass auf diesem Almgebiet ein Almdorf namens „Königsleiten“ entstehen soll. Im Verbauungsplan, der noch in diesem Jahr von der Salzburger Landesregierung genehmigt wurde, war auch die Erschließung der Königsleitenspitze mittels Skilift als Skigebiet inbegriffen.

Es war damals schon eine wintersportmäßige Verbindung des Skigebietes Königsleiten mit der gegenüberliegenden Gerlosplatte geplant. Neben Hotels und Pensionen sollten auch Ferienwohnungen und Ferienhäuser gebaut werden. Sogar der Bau einer kleinen Kirche war vorgesehen. Fehlende Finanzmittel verhinderten jedoch eine schnelle Verwirklichung des Gesamtprojektes und es landete vorerst in der Schublade der Gemeindeverwaltung.

Im Jahr 1966 wurde die Gerlospass Königsleiten Bergbahnen Ges.m.b.H gegründet. Eine 1- Sesselliftbahn mit einer Länge von 2km und 600hm auf den Larmachkopf sollte gebaut werden. Diese wurde im September 1968 offiziell in Betrieb genommen.

Königsleiten war entstanden: 12 Skihütten und Ferienhäuser, 1 Sessellift und das neue Gipfelkreuz der Königsleitenspitze 2.315m waren der Anfang. Die erste Wintersaison wurde Weihnachten 1968 mit Spannung erwartet. Ein Winterlaub in der Ferienwohnung Zillertal war damals und ist heute immer noch etwas ganz besonderes. Finde heraus, was die  Unterkunft in einer Ferienwohnung in Königsleiten so besonders macht.

Einheimische gestalten das Almdorf Königsleiten

Fritz Kröll, einer der Pioniere Königsleitens, schaffte sich mit dem Bau einer Pension neben der Almwirtschaft eine zweite Existenz im Almdorf. Er hatte schon 1967, im Vertrauen auf die Zukunft, mit der Planung begonnen und mit großem persönlichem Einsatz sein Vorhaben in die Tat umgesetzt. Heute ist es als Alpenwelt Resort bekannt.

Mit viel Mut errichtete der oberpinzgauer Ski- und Bergführer Toni Hölzl im Jahr 1969 ein Haus mit Sportgeschäft und Wohnsitz in Königsleiten. Damit begründete er sein Unternehmen im Almdorf, das heute als Sport 2000 Hölzl fortbesteht.

Der Skilehrer Manfred Obermoser sen. wählte für sich und seine Familie Königsleiten als Standort für eine Skischule und hat sich damit eine wirtschaftliche Existenz geschaffen. In den folgenden Jahren wurde daraus nicht nur eine weithin bekannte Skischule, sondern auch ein gut laufendes gastronomisches Unternehmen- Die Pinzgauer Höhe.

Die Familie Thomas Hölzl, hier besonders Alois Hölzl als einer der Pioniere, errichtete den Gasthof „Ursprung“ und baute ihn in den folgenden Jahren zu einem modernen Hotel um.

Auch das Sonneck „Kaffeehaus“ mit einem kleinem Laden für den täglichen Bedarf der Gäste wurde errichtet. Daraus entstand mit der Zeit das Apart-Hotel Sonneck.

Im Jahr 1973 wurde das Bergrestaurant „Panoramablick“ bei der Bergstation des Sessellifts Larmachkopf errichtet. Damit war nun auch die Verpflegung der Skifahrer im Skigebiet gegeben.

Das Skigebiet wächst

Im Jahr 1977 wurden zur bestehenden 1-Sesselliftbahn von der selben Talstation aus noch eine Doppelsesselbahn und zwei Schlepplifte im Skigebiet gebaut. Nun wurden auch die ersten Europa Cup Rennen des österreichischen Skiverbandes im Skigebiet Königsleiten durchgeführt.
Durch den Bau einer Reihe von Schleppliften und Sesselbahnen wurde nicht nur das Königsleitner Skigebiet attraktiver, sondern auch der pistenmäßige Zusammenschluss mit der Tiroler Gemeinde Gerlos erreicht. Von nun an arbeiteten die Verkehrsvereine beider Orte eng zusammen.

Einst und Jetzt

Seit dem Spatenstich im Jahr 1966 hat sich viel getan. Heute ist das Almdorf ein renommierter Wintersportort und das anfängliche kleine Skigebiet Königsleiten ein Teil der Zillertal Arena. Auf den 143 Pistenkilometern und 51 Liftanlagen der Zillertal Arena finden Ski- & Snowboardfahrer ein breites Angebot für alle Könnensstufen.

 

Das Almdorf Königsleiten ist mittlerweile ein gewachsener Ort mit zahlreichen Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben, 2 Skischulen, mehreren Sportgeschäften und Supermarkt. Natürlich darf auch die Christkönigskapelle nicht vergessen werden.
Rund 5.000 Gästebetten stehen den Wintersportlern zur Verfügung. Im Sommer schätzen die Gäste des Almdorfs Königsleiten die saubere Höhenluft auf 1.600m Seehöhe, das angenehme Klima, die herrliche Fernsicht und vorallem die herrliche Aussicht auf die 3.000er des Nationalparks Hohe Tauern.